Faulraum Umwälzung mit Faulgas-Einpressung

Faulraum Umwälzung 1973 - 1985 Faulraum Umwälzung 1985 - 2007 Faulraum Nacheindicker 1

Warum wird der Schlamm im Faulraum umgewälzt

Die Bakterien können nur Stoffe abbauen oder umbauen, welche mit ihnen in direkten Körperkontakt treten. Um einen möglichst engen Kontakt zwischen den organisch abzubauenden Stoffen und den Bakterien herzustellen, wird der Faulraum dauerhaft, intensiv umgewälzt und durchmischt.

Die Umwälzung ist auch wichtig um die Stoffwechselprodukte (Biogasblasen) aus dem Schlamm abzuführen. Durch eine gut funktionierende Umwälzung wird auch sichergestellt dass keine Temperaturschichtungen, Temperaturunterschiede entstehen. Wenn die Umwälzung gut funktioniert wird die Sedimentation des Faulschlammes verhindert.

Ohne funktionierende Umwälzung entsteht sofort eine Schwimmschlammschicht. Eine gute Umwälz- und Durchmischtechnik löst all dies Aufgaben gleichzeitig.

Welche Arten der Umwälzung bieten sich an

In Schlammbehandlungs Anlagen werden hauptsächlich 4 Arten angewendet:

Im Betriebsjahr 1985 entscheidet sich die ARA Untermarch für 2 Arten

Für die Erwärmung des chargenweise beschickten Faulraumes mit Frischschlammes, von aktuell zirka 32 bis 50 Kubikmeter pro Tag, wälzt eine aussenliegende Umwälzpumpe den gesamten Faulrauminhalt über den aussenliegenden Wärmetauscher kontiunierlich um und hält so die Faulraumtemperatur auf 38°Celsius.

Für die gute Durchmischung des Schlammes im Faulraum setzen wir seit 1985 auf die Gaseinpressung. Grosse, schnell aufsteigende Gasblasen erzeugen eine turbulente Strömung die den Faulschlamm nach oben bewegt. Aus physikalischer Erkenntnissen wird das Faulgas peripher unten im Faulraum eingepresst. Dadurch wird der Faulschlamm aussen nach oben strömen und in der Mitte wieder nach unten.

Die Gaseinpressung fördert die bei der Biogasproduktion entstehenden Gasblasen nach oben. Dies funktioniert folgendermassen: Die durch die Gaseinpressung turbulent aufsteigenden Gasblasen scheren die produzierten kleinen, an Feststoffen haftende Gasblasen ab. Die eher kleinen neugebildeten Gasbläschen vereinigen sich so mit den grossen Gasblasen und werden nach oben begleitet. Wegen dieser grossen Turbulenz kann sich keine Schwemmdecke bilden. Oben im Faulraum angekommen wird das neugebildete Biogas in den Gasspeicher und anschliessend zur Verwertung im Blockheizkraftwerk genutzt.

Die zwei eingesetzten Gaskompressoren sind abwechslungsweise jede Stunde währebd 10 - 12 Minuten in Betrieb. Dies ergibt eine Betriebsdauer von 4 - 5 Betriebstunden pro Tag. Zur Kontrolle sind im Betriebsraum in jeder der 5 Lanzenleitung ein Schauglas mit einer Strömungsklappe eingebaut. Zusätzlich ist in jeder Lanzenleitung ein Kugelhahn für den gezielten Einzelbetrieb eingebaut. Diese Massnahmen haben sich bewährt. Wir haben festgestellt, wenn alle 5 Einpresslanzen gleichzeitig in Betrieb sind, 2 Lanzen mit der Zeit verstopfen. Unsere Massnahme, wir betreiben nur 3 der 5 Lanzen gleichzeitig.

Die Vorteile des von uns eingesetzte Systems sind:

Gaseinpressung Kompressorenraum Gaseinpressung Faulraum

Gaseinpressung Kompressorenraum
am 17.03.2013

Gaseinpressung Faulraum
am 17.03.2013

Gaseinpressung Lanzenkontrolle Gaseinpressung Kondensatschleuse

Blick auf die Lanzenkontrolle
am 17.03.2013

Gaseinpressung Kondensatschleuse
am 10.10.2009

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Seite erstellt:  10.04.2005

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letztes Update:  06.12.2018

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